Geschichte

Es war im Sommer 1995, als Phil Abbott erstmals seine Idee vorbrachte, ein Sportauto mit einem Motorradmotor anzutreiben, und sein zukünftiger Geschäftspartner Mick Hyde dachte, Phil hätte seinen Verstand verloren. Aber dies genau war der Moment, in dem Radical gegründet wurde. Mick’s fünf Jahre Lehrzeit als Fahrer in der TVR Tuscan Challenge in Kombination mit Phil’s Expertise als Ingenieur / Chefmechaniker sollten bald Früchte tragen. Ende 1995 hatten die beiden Enthusiasten einen Plan ausgeheckt, der sich im Frühjahr 1996 erfolgreich umsetzen sollte. 1999 war das Einführungsjahr des Prosport 1300 mit einer erstmalig eingesetzten Suzuki Hayabusa Maschine. Eine neue Serie im Stil von „Le Mans“ begann im Jahr 2000. Die sogenannte Radical Enduro Meisterschaft umfasste Rennen zwischen 1 und 2 Stunden Länge bei einem Einsatz von 1 oder 2 Fahrern pro Team. Trotz der Entwicklung des SR9 hat Radical niemals seine Wurzeln vergessen. Ein aufgewerteter Prosport, mit dem Namen PR6, wurde in 2006 entworfen und hergestellt. Für manchen Rennfahrer ist dieser Radical das Model mit dem höchsten Spaßfaktor.
Ihr erstes Auto trug den Namen Radical 1100 Clubsport. Die Bezeichnung „Radical“ leiteten sie von einer Sorte von Sonnenschutzmilch ab, welche eine von Phil’s Firmen herstellte, das Logo wurde von Mick’s Werbeagentur kreiert und die Zahl 1100 bezog sich auf den Motorradmotor von Kawasaki ZZR 1100cc, dem Motor, welche die beiden als passenden Antrieb ausgesucht hatten.
Ted Hurrell, ein Ass im Motorradseitenwagen-Rennen, wurde eingestellt, um die Motoren zu vorzubereiten und Nick Walford wurde zum Chef Designer ernannt. Diese vier Pioniere von damals arbeiten noch heute zusammen.
Das erste Rennen war schlichtweg nervenaufreibend. Der Prototyp war nur einige Runden auf der Bruntingthorpe Teststrecke gelaufen und dann schon auf dem Weg nach Brands Hatch für seinen Einstand in der 750 Motorclub’s Sport 2000-er Serie. Mick fuhr als 6. in der Startaufstellung und war in der ersten Kurve schon dritter (Paddock Hill Bend), aber dies sollte nicht so bleiben. Eine Begegnung mit einem Lola in Druid’s ließ Mick ins Schleudern geraten. Er war danach zwar als Letzter wieder im Rennen und kämpfte sich eisern vor, um als 11. ins Ziel zu gelangen. Später im Jahr 1996 gelang Phil mit dem Prototypen der erstmalige Sieg in Pembrey, South Wales.
Im Frühling des Jahres 1998 nahmen neun der Clubsports in Silverstone mit einem gemischten Starterfeld von Sports 2000 Rennwagen teil. Es war das erste Radical Clubsport Rennen. Mick war auf der Pole, Phil war an sechster Stelle und der zukünftige Investor, Tim Greaves, war knapp dahinter. Mick erreichte seinen ersten Start-Ziel-Sieg und Phil hängte alle anderen Wettstreiter ab, um zweiter zu werden.
Radical war angekommen!
Im folgenden Jahr bekam die Clubsport Meisterschaft ein zweiteiliges Format, ausgerichtet vom British Racing Sports Car Club. 27 Autos nahmen an der ersten Runde in Donington Park teil.
Durch das Angebot von sowohl Sprint Rennen für den Clubsport als auch Langstreckenrennen für die Prosport Rennwagen verschaffte Radical Motorsport Fans nicht nur die aufregendsten Rennen in Großbritannien, sondern auch in den expandierenden Märkten in Europa und den Vereinigten Staaten.
Nach dem Umzug in eine neue Produktionsstätte und dank einer Geldspritze von Tim Greaves, sah sich Radical in der Position, seine vorhandene Rennwagentypen-Palette noch zu erweitern. Der 2-Sitzer SR3 Supersport wurde Anfang 2002 in Barcelona vorgestellt und zwar mit über 30 anderen Radical Rennwagen, die an den 2 Testtagen teilnahmen.
Der elegante SR4, ebenfalls ein Zweisitzer, mit einem Motor der 1200cc Kawasaki, ersetzte den Clubsport 1100 im Jahre 2003 und kam sowohl bei den Fahrern als auch den Zuschauern sehr gut an.
Auf der Autosport International Show im Januar 2004 wurde der Radical SR8 Supersport mit einem eigenen Radical Motor vorgestellt, dem V8. Es gingen zehn Bestellungen im Werk ein, bevor jemand das neue Modell überhaupt gesehen hatte. Im ersten Produktionsjahr erzielte der SR8 den Riesenerfolg, den bestehenden Rundenrekord auf der Nordschleife am Nürburgring mit 6:56 Minuten zu brechen. Er hält ihn bis heute.
Ein neues aerodynamisches Paket mit hohem Abtrieb wurde im Jahr 2005 für den SR3 entwickelt, was dazu führte, dass seine Rundenzeiten noch besser wurden.
Durch den Bau des allererste Le Mans Prototypen, gehörte Radical ab 2006 zu den Großen in der Szene. Der erst Judd motorisierte Rennwagen beendete das 24 Stunden Rennen in Le Mans, nur wenige Monate nach seiner Herstellung. Eine AER motorisierte Version, im Besitz von Tim Greaves und auch von ihm gefahren, fuhr 2008 sogar in die Punkte.
2008 trat der Ex-Radical Enduro Gewinner Nick Dove dem Radical Team als Verkaufsdirektor bei, während die Unternehmensentwicklung kontinuierlich weiterlief. Die Modelle SR3, SR5 und SR8 erfuhren große aerodynamische Verbesserungen und auch ein neues Front-Design („high nose“ front).
Der Faktor Sicherheit gewann durch die Entwicklung und den Einbau eines neuen Chassis, das den strengen Auflagen und Crashtests der FIA Rechnung trägt, ebenfalls an Bedeutung. Ende 2008 wurde der neue und kostengünstige SR4 1000cc auf den Markt gebracht, um einer breiteren Masse den Erwerb eines Radicals zu ermöglichen.
Und wie wird sich die Zukunft für Radical entwickeln?
Lesen Sie ruhig öfters bei uns nach ....

